blog | NAS - der Server fürs Wohnzimmer
# 84 || 25.09.2010 21:37:14
NAS - der Server fürs Wohnzimmer
Ein NAS (Network Attached Storage) ist eine feine Sache und verbessert das heimische Netzwerk enorm. Wie ich schon im Zusammenhang mit dem Netzwerkdrucker schrieb, machen solche Lösungen Sinn, wenn man mehrere Rechner mit verschiedenen Betriebssystemen nutzt. Ein NAS ist praktisch eine Externe Festplatte mit Netzwerkanschluss. Damit man das Teil auch verwenden kann, braucht es verschiedenste Server (Samba, FTP, HTTP, etc.), um z.B. Dateien transferieren. Um diese Funktionalität bereit stellen zu können sind die NAS-Laufwerke wie kleine Computer ausgestattet und bieten somit noch vielerlei weitere Möglichkeiten. Im Grunde genommen hat man einen zusätzlichen Rechner im Netzwerk. Nach langen Recherchen habe ich mich für ein Qnap TS-210 entschieden. Ich bin mit dem Teil bis jetzt hoch zufrieden, allerdings fehlt mir der Vergleich. Was es alles kann ist beim Hersteller nachzulesen und würde diesen Rahmen sprengen. Für mich war entscheidend, dass es ohne großen Aufwand an zustecken geht und erstmal als Datenspeicher funktioniert, das hat auf Anhieb geklappt. Mir ging es um einen Kompromiss zwischen externer Festplatte (via USB) und einem Server. Ich wollte Funktionalitäten, ohne mich wirklich mit den Grundlagen auseinander setzen zu müssen (und z.B. das Rechte-Management eines Samba-Servers verstehen).
Der größte unterschied zu einer externen Festplatte ist das RAID 1 System, d.h. es sind zwei identische Festplatten (Seagate ST31000528AS Barracuda 7200.12 - 1TB) verbaut, auf denen die Daten gespiegelt werden. Festplatten gehen immer kaputt. Die Frage ist nicht OB, sondern WANN. Diese Spiegelung ist zwar nicht als Backup zu verstehen, garantiert aber eine große Ausfallsicherheit und schützt dadurch vor Datenverlust. Ist diese Funktion mal nicht mehr gewünscht, kann man die 2 TerraByte auch "normal" verwenden.
Ich plane keinen 24/7 Betrieb, doch freut mich der geringe Stromverbrauch (14 W) und die Lärmbelästigung hält sich in Grenzen.
Ein NAS ist die ideale Ergänzung zum Notebook (lieber billigeres Notebook mit kleiner Platte und NAS) aus mehrerlei Gründen: Wie schnell kann man sein Laptop in der Straßenbahn vergessen, sich klauen lassen usw. (sie die Aushänge "Bitte bitte bitte schick mir meine Daten..."), also sollte man jede umfangreichere Arbeit schön zu hause liegen lassen. Zweitens werden Notebooks gern auch Zuhause herum geschleppt, so hat man W-LAN zugriff. Zentrales Musikarchiv (mittels DLNA zum Fernseher), anstatt die kleinen und teuren Notebookplatten vollzustopfen. Und eben mehrere Rechner. LAN-Kabel können auch viel Länger werden und somit kann man das Teil z.B. in den Keller verbannen.
Wer dazu lustig ist kann auch übers Internet auf seine "Eigenen Dateien" zugreifen, oder eine Website hosten.
Ich habe weder Zeit noch Interesse mich mit dem ganzen Firlefanz zu beschäftigen, insofern konnte ich mich besonders über die angenehm übersichtliche Gestaltung der Konfigurationsoberfläche freuen.
Der Mittelpunkt meines Netzwerkes hat sich auch erneuert. Bis jetzt nutzte ich einen alten Hub (D-Link DFE 908Dx) in dem ich einfach den Lüfter abgeklemmt hatte. Nun ist es ein stromsparender (und Lüfterloser!) "Green Ethernet" 8 x Gigabit Switch (D-Link DGS-1008D), der klein und unscheinbar seine Arbeit verrichtet.






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